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| Wolfgang Jaeger
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1/10/y2k
Hallo, alle zusammen!!
Ich hoffe Ihr habt mich noch nicht vergessen. Heute war unser erster
Tag. "Orientation and Registration Day"
D.h.: einschreiben, Student ID besorgen, Kurse auswählen, sich
vom Professor beraten lassen, welche Kurse man wählt, Essenmarken
besorgen, Krankenversicherung bezahlen, zuständige Personen vom International
Programs Department treffen usw. UND: most important - email account beantragen!!
Alle hier sind sehr freundlich und hilfsbereit, trotzdem dauert es
ewig, bis man alles zusammen hat. Außer email, das war nach wenigen
Sekunden erledigt.
You should try this: wjaeger@spsu.edu
1/12/y2k
erstes update
Aufgrund dessen, daß die ganze Sache sowieso schon etwas chaotisch
begann (ich erinnere nur an die sehr kurze Bewerbungsfrist, die verlorengegangenen
Unterlagen, das späte Visum usw.), konnte es ja nich anders weitergehen.
Angekommen am Flughafen FRA gab es fü alle Schalter der United Airlines
(ca. 3 - 5) nur EINE Warteschlange von ca. 50 - 70 Personen, die sich überhaupt
nicht bewegt hat und mein Flug war in ca. einer Stunde. Y2K-Problem? Zum
Glück gibt es ja aber diese schönen Schalter mit dem extra freundlichen
Personal wo immer die Gold-Card Inhaber bedienen. Das war mir aber zu doof,
dorthin zu gehen. Ich bin direct zum Platinum-First-Class-Check-In. Nach
ca. 2,5 Minuten war alles erledigt. Dann kam nur noch das ewig lange Laufen
zum gate, FRA eben. Der Flug war gut, das Essen wie immer, die Landung
hat auch gut geklappt und meine Uhr brauchte ich nicht umzustellen. Einzig
negativ war, daß mein Video-Monitor und Audio nicht funktioniert
haben, aber JJ (sprich Dshäy Dshäy), mein 2 Jahre alter Sitznachbar
und seine mom haben uns ganz gut unterhalten, und natürlich auch sein
sprechender Teletubby.
Immigration- & Naturalization Service und Zoll und Gepäck
hat alles zusammen ca. 1 Stunde gedauert. Tara, ihre Mutter und mein Bruder
haben mich am Airport abgeholt. Als wir uns so auf die Ausfahrt des Parkplatzes
zubewegen, versucht Trula das Parking Ticket aus der Schublade in der Mittelkonsole
zu holen, wo sie es zuvor hineingelegt hatte. Da sich das Ticket aber irgendwie
verklemmt hatte, ist es hinter die Schublade gerutscht und war somit nicht
erreichbar für Leute mit normal großen Fingern - auch für
Kinder nicht. Strafe für verlorene Partickets: 29US$=DM60,-.
Ihr ahnt es?
Für 60DM kann man schon mal anfangen einen Ford Taurus auseinanderzunehmen.
Radio, Cup-Holder, Coin-Holder, usw. und siehe da, die Mühe hatte
Erfolg. $29 gespart.
In Chicago / Naperville gab es nichts umwerfend neues. Einige Geschäfte
in Chicago gibt es nicht mehr, dafür ein paar neue Häuser und
wie immer jede Menge Baustellen. Nachdem ich meinen Koffer von all den
Gastgeschenken befreit hatte, habe ich den rest in eine kleinere Reisetasche
verfrachtet, die mein Bruder mitgenommen hatte. Er durfe dann den großen
Koffer wieder mitnehmen. In Naperville habe ich dann noch einige Einkäufe
gemacht für Atlanta z.B. Double Size Extra Large bed sheets (also
Bettwäsche in dieser speziellen amerikanischen Größe für
Studentenwohnheime) usw.
Am Freitag früh bin ich dann nach ATL geflogen. Diesmal gab es
keine Schlangen beim Checkin. Amerika eben. Starten, Trinken, Sandwich
essen, Trinken, Landen - das wars. Ob Ihr es glaubt oder nicht - wir sind
25 Minuten VOR Plan angekommen. Irgendwann und irgendwo habe ich
dann auch John getroffen, der mich vom Airport abgeholt hat. Zusammen haben
wir dann noch auf 2 andere Austauschstudenten gewartet und sind dann zur
Uni gefahren.
Auf dem Campus war absolut nix los, weil ja immer noch Ferien
waren. Aber so konnten wir uns alles in Ruhe ansehen. Nächste Aufgabe
war, Essen zu finden. McDonalds, Kentucky Schreit..., Wendy's usw gibt
es überall, nur muß man dafür hier einen ACHTSPURIGEN Highway
überqueren. Am zweiten oder dritten Tag, als wir wieder mal zu fuß
irgendwo hin wollten, hat ein anderer Student angehalten und uns in seinem
Auto mitgenommen. Er sagte so in etwa: "Ihr könnt doch hier nicht
zu fuß laufen in America. Ich würde nicht mal an das andere
Ende vom Campus zu fuß laufen..." - Amerika eben.
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